Die Sichtbarkeit und ihr politischer Anspruch machen Wohnprojekte auch zu bevorzugten Zielen rechtsextremer Angriffe. Von Vandalismus über Einbrüche bis hin zu direkten Bedrohungen – die Angriffsmuster werden vielfältiger und aggressiver und der eigene Wohnraum als sicherer Rückzugsort kann davon betroffen sein.
Die zentrale Frage lautet daher:
Wie können Projekte ihre Räume und Gemeinschaften schützen, ohne dass sie dabei ihre Offenheit und Willkommenskultur verlieren?
Aus Sicht des Arbeitskreises Rechtsextremismus und Raumnahme - initiiert von der Stiftung trias mit der Landesberatungsstelle für Gemeinschaftliches Wohnen in Hessen – braucht es Strategien, die sowohl präventiv wirken als auch im Ernstfall handlungsfähig machen – und dabei die Werte und Prinzipien der Wohnprojekte bewahren. Zu diesem Thema führt der Arbeitskreis im Rahmen des ZusammenLeben Festivals einen Austausch am 20. Juni 2026 in Stuttgart durch.
Der Arbeitskreis Rechtsextremismus und Raumnahme hat das Ziel auf vorhandene Netzwerke und Anlaufstellen gegen Rechtsextremismus aufmerksam zu machen. Das Bündnis mit unterschiedlichen Akteuren der Wohnprojektszene trifft sich mehrmals digital im Jahr und stärkt die demokratische, vielfältige und solidarische Wohnprojektszene. Der Arbeitskreis ist offen für Interessierte. Kontakt über: Laura Blankenhorn, ak-demokratie(at)stiftung-trias.de
Wenn eure Gruppe von rechtsextremistischen Angriffen betroffen ist, gibt es z. B. über die bundesweiten Netzwerke Informationen und Unterstützungsangebote: Verband der Beratungsstellen für Betroffene von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt , Amadeu Antonio Stiftung oder den Bundesverband mobile Beratung.
