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buntich

  • Planungsbeginn: 2024
  • Mitstreiter*innen gesucht: Ja
  • Zielgruppe: Alleinerziehende, Behinderte Menschen, Familien, Interkulturell, Mehrgenerationenwohnen, Migrantinnen und Migranten, LGBTIQ, Seniorinnen und Senioren, Singles, Wohnen mit Kindern

Kurzbeschreibung

Annemi, 32J, Musik, Tanz, Pädagogik, selbstständig

Bärbel, 82J, Renterin, zZ im Pflegeheim, interessiert an Kindern

Fusl, 50J, Baumpflege, selbstständig, unkommerzieller Lastenradverleih

 

Wir wollen mit allen Gerationen – von Schwangerschaft, Geburt bis zum Sterben –zusammen leben. Mit Gemeinsamer Ökonomie, Lern-Kultur-Begegnungsort, freundlichem Ruam für Geburten und freundlichem Raum zum Abschiednehmen – auch für Menschen, die nicht dauerhaft Teil der Gemenschaft sind.

Wichtig sind uns Inklusion, Barrierenabbau, Privilegienbewusstsein, Entschleunigung, Konsens, Konsent, ökol. Bauen (kein Neubau im Grünen), Ökologie, Vielfalt (wir wollen kein Ökoblasenkartoffelbrei sein), Queerawareness und -soli, Globale Gerchtigkeit, Verkehrswende, Agrarwende.

 

 

Dazu eine sozialökologische kollektive Gärtnerei, auch offen für Mitwirkende von außerhalb.

Dauerkulturen, Flächenfreikauf, kein Plastik auf den Acker, Naturkundelernort

 

Das Kommuja-Selbstverständnis und die 12 Kriterien für Gemeinschaftsbildung von Eva Stützel sagen uns sehr zu.

Zielgruppen

  • Alleinerziehende
  • Behinderte Menschen
  • Familien
  • Interkulturell
  • Mehrgenerationenwohnen
  • Migrantinnen und Migranten
  • LGBTIQ
  • Seniorinnen und Senioren
  • Singles
  • Wohnen mit Kindern

Projekttyp

  • Allgenerationen Lebensgemeinschaft

Inhaltliche Merkmale

  • Nachbarschaftliche Aktivitäten
  • Gegenseitige Hilfe
  • Pflegemöglichkeiten integriert
  • Wohnen und Arbeiten
  • Kunst und Kultur
  • Ökologische Ausrichtung
  • Politische Initiative
  • Projekt im ländlichen Raum
  • Allgenerationen
  • Gemeinsame Ökonomie

Bauliche Merkmale

  • Wasserkonzept
  • Energiekonzept
  • Baubiologie
  • Barrierefrei
  • Autofrei
  • Besondere Freiraumgestaltung
  • Neue Bodenversiegelung vermeiden
  • Geburtsraum und Raum zum Sterben

Zusätzliche Informationen

Werte, Ziele und Wünsche für die kommende Gemeinschaft Stand Juni ‘24

 

Inhalt:

 

S O Z I A L E S

 

Miteinander

 

alle Generationen, Geburt und Sterben vor Ort

 

LernOrt

 

Unterstützungsbedarfe

 

Entschleunigung & Kreislauf

 

Entscheidungen / Vereinbarungen

 

Gemeinsame Ökonomie, Konsum, Finanzen

 

Vernetzung und Welt

 

womit wir uns nicht wohlfühlen

 

Inspiration: Kommuja Selbstverständnis & 12 Kriterien für Gemeinschaft

 

 

H O F

 

Lage, Bauen, Räume

 

 

N A T Ü R L I C H E R E S S O U R C E N

 

Boden & Garten(bau)

Wasser, Energie

 

M O B I L I T Ä T

 

soziale inklusive Verkehrswende

 

A N H A N G / A N K E R P U N K T E

Zusammenfassung anhand des Kommuja Selbstverständnisses & Bsp.

12 Kriterien für Gemeinschaft & Gemeinschaftskompass von Eva Stützel

 

V O R W E G

Ja, während wir schreiben merken wir: wir verfolgen einen hohen Anspruch, der wohl auch in weißen Privilegien wurzelt. Wir sehen, dass es Träume ebenso wie Zeit braucht, um Vorhaben zu verwirklichen. Wir hoffen mit den Zeilen Menschen zu erreichen, die ähnlich wie wir am Zusammenleben und Wirken in dieser Welt interessiert sind und hoffen es gelingt mit dem Beschriebenen einen weiten Einblick in unsere Gedanken zu geben. Alle Dazukommenden sollen sich frei fühlen auf Augenhöhe mit zu gestalten!

 

Folgende Seiten tragen einen hohen Anspruch an Organisation, Kommunikation, Lernen und Mitwirken in sich. Es kann abschreckend sein, aber es kann auch Basis sein Schnittstellen schneller zu finden, die uns helfen einer Gründungsgruppe näher zu kommen. Wir fühlen uns offen dem zu begegnen. Wenn euch vieles anspricht: Lasst uns kennenlernen, austauschen, reinfühlen, recherchieren, Ideen anpassen, Entscheidungen als Gruppe treffen, die uns zukunftsfähig scheinen. Lasst uns Gemeinschaft werden.

 

 

S O Z I A L E S

Miteinander

Wir wollen in einer Gemeinschaft leben, in der sich die Menschen wohlwollend unterstützen und Lust haben voneinander zu lernen – eine große „Wahlfamilie“.

Sich Verantwortung teilen und Unbekanntes zutrauen.

Machtgefälle erkennen, möglichst aufheben und sich der eigenen Privilegien bewusst werden. Dazu gehört für uns auch „kulturelle“ Vielfalt (also „kein Kartoffelbrei“ : ) !

Wir streben ein Gleichgewicht an von persönlicher Entfaltung und aktiven Einbringen in die Gruppe. Gemeinschaft braucht Arbeit an sich selbst und Zuverlässigkeit gegenüber allen.

Eine offene und wertschätzende Kommunikations- und Konfliktkultur und regelmäßige Treffen (Plena) sind grundlegend. Für den Fall, dass Konflikte auftauchen, die wir nicht selbst lösen können, möchten wir externe Mediation hinzuholen.

 

alle Generationen

Wir wollen das ganze Leben, von Schwangerschaft und Geburt über alle Altersstufen bis zum Sterben freundlich umarmen.

Das Begleiten von jungen und alten Menschen haben gleichen Wert.

Ggf. pflegen wir auch eigene Familienmitglieder.

Gängigen Umgang mit Sterben und übliche Trauerkultur hinterfragen und neu denken. Andere, uns entsprechende Weisen der Sterbebegleitung, des eigenen Sterbens, des Trauerns und Bestattens entwickeln und anbieten.

 

Toll finden wir einen offen Geburtsraum für alle – ein Geburtshaus in klein für selbstbestimmtes Gebären. Und die räumliche Möglichkeit für Sterbende die nicht Teil der Gemeinschaft waren und deren Angehörige in angenehmer Umgebung den letzten Weg miteinander zu gehen.

Zu Geburtsraum und Sterbebegleitung entstehen nach und nach weitere Pläne.

 

LernOrt

 

Kulturelle Teilhabe und inklusive, planetenfreundliche und bewegte Bildungsarbeit. Wir wünschen uns einen natürlichen LernOrt für jung bis alt, der auch allgemeiner Begegnungsraum werden kann. Vielleicht in Form von einer offenen Bibliothek mit Malort, Musikangebot, Teestube und Vorlese-und-Geschichten-erzähl-Tagen. Die Idee ist einen Rahmen für alle zu schaffen, in dem außerschulisch kleine Projekte entstehen und mit dem Wissen der Mitwirkenden analog verwirklicht werden können.

Zum LernOrt entsteht nach und nach ein weiterer Plan.

 

Unterstützungsbedarfe / Inklusion

 

Wir wollen zu Teilhabe und Vielfalt beitragen und Unterstützungsbedarfe möglichst erfüllen. Dazu gehören niedrigschwellige Angebote und Barrierenabbau vor Ort und in der Umgebung. Uns ist bewusst, dass es eine Ausgewogenheit zwischen Bedarf und Kraft für Unterstützung braucht, sowie einen „Puffer“ für Unvorhergesehenes (z.B. Unfall, Erkrankung, Abwesenheit).

Pflegebedarfe und Begleitung junger und alter Menschen werden gleichnamig in die Gestaltung des Alltags und Urlaubs eingebunden.

 

Entschleunigung

 

Auch wenn uns „der Kapitalismus gelehrt hat“ tätig sein zu müssen und in einer Gemeinschaft immer was zu tun ist, wollen wir am liebsten angelehnt an den Naturkreislauf genügend Ruhe- und Erholungszeiten mitdenken lernen und einhalten.

 

 

Kreislauf

 

Wie wäre es den einfachen Naturkreislauf als Bild zu nutzen, um kollektive und individuelle Denk-und Handlungsweisen zu reflektieren.

 

Kann es gelingen innerhalb von Gemeinschaft zu regenerativer Kultur so für uns und andere beizutragen ? Vielleicht wird es möglich durch Hinsehen, Austausch und Nachspüren alltägliche Schritte & Prozesse z.B. mithilfe des Naturkreislaufes zu entschleunigen. Vielleicht ist es ein Schritt, den wir miteinander erproben können, um uns entgegen dem gelernten Konzept vom Kapitalismus zu wandeln, hin zu weniger ausbeutenden Verhaltensweisen / Prozessen. Dabei denken wir an die Möglichkeit „sich besser verorten zu lernen“ und so z.B. eigene Energiereserven besser einschätzen zu können.

 

Siehe Beispielbild

 

 

Die Fragen „Wo stehst du gerade ?“ und „Was brauchst du jetzt?“

könnten von Zeit zu Zeit helfen sich im großen Ganzen zu orientieren und individuellen als auch kollektiven Wegen klarere Navigation geben.

 

 

 

Entscheidungen / Vereinbarungen

Mit Soziokratie & Konsens fühlen wir uns wohl. Mit Konsent wollen wir uns näher befassen, erlernen und ggf. Unterstützung aus bestehenden Projekten z.B. Ökodorf Sieben Linden einholen. Entscheidungsweisen sollen gemeinsam gefunden und vereinbart werden.

 

Gemeinsame Ökonomie

Ökonomische Ungerechtigkeiten innerhalb der Gruppe wollen wir ausgleichen. So, dass Grundbedürfnisse gedeckt werden und alle zumindest dieselben finanziellen Möglichkeiten haben.

 

Dazu gehört für uns das Erproben von gemeinsamer Einkommensökonomie und bei Gelingen auch gern die gemeinsame Vermögensökonomie.

Aus- und Fortbildungen und Aktivismus gehören für uns zu Grundbedürfnissen.

Wir finden solidarisches wirtschaften über den Hof hinaus, im Dorf und mit anderen Gemeinschaften zauberhaft.

 

Konsum

Wir leben schon lange im Überkonsum – materiell und immateriell.

Wir wünschen uns einen bewussten Umgang mit Materialien auf dem Hof und die Menge an Dingen zu hinterfragen – nicht horten, Kaputtes reparieren, Ungenutztes weitergeben oder umnutzen lernen.

 

Lasst uns gemeinsam ein sozial-ökologisches Maß für Grundbedürfnisse finden. Und was können wir darüber hinaus an (Luxus-) Konsum – auch Immaterielles wie Urlaub, Medien... – planetar und monetär vertreten?

Ernährung. Wir wollen lokal, regional, vegan/vegetarische Lebensmittel konsumieren. Dazu gehören z.B. Anteile aus regionalen Solawi´s und die FoodCoop Groß Chüden.

Es wäre stimmig für uns tierische Produkte wie Käse und Eier besonders wertschätzend zu konsumieren.

 

Finanzen

Wir wissen, dass unsere Ideen und Ansprüche nicht nur ideelle, sondern auch höhere finanzielle Beträge einfordert. Und zum Glück haben wir in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit diversen Förderungen gemacht.

Für pädagogisches Arbeiten als auch das Wohnen mit allen Generationen, inklusive bauliche Maßnahmen, den Gartenbaubetrieb möchten wir gern öffentliche Gelder, Stiftungszuschüsse hinzuholen als auch Direktkredite annehmen.

 

Vernetzung & Welt

Wichtig ist uns der Austausch und das Zusammenwirken mit den Menschen im Dorf und der näheren Umgebung. Der Hof soll ein freundlicher, einladender Ort sein.

Wir wollen politisch aktiv sein und uns in Gruppen vor Ort einbringen.

Wichtig sind uns hierbei Globale Gerechtigkeit, Queer-awareness und -unterstützung, Agrarwende, freie Bildung (Schulkritik), Kultur, Hierarchieabbau, Inklusion, Gleichberechtigung, Verkehrswende ... (in der Reihenfolge liegt keine Wertung).

Gibt es keine Gruppe zu diesen Themen in der Nähe wollen wir nach Kräften selbst etwas auf die Beine stellen.

 

Womit wir uns nicht wohl fühlen

Rededominanz

Hierarchie

Esoterik

rauchen und viel Alkoholkonsum

uneingeschränkte WLAN-Nutzung

Autobesitz als Einzelperson

 

Inspiration

Kommuja Selbstverständnis

Wir teilen die Werte des „Kommuja Selbstverständnis“ und empfinden die

12 Kriterien für Gemeinschaft & den Gemeinschaftskompass von Eva Stützel

sinnvoll als roten Faden. (siehe Anhang)

 

H O F

Lage

2–6 km zum nächsten Bahnhof (Fleetmark, Pretzier, Salzwedel, Schnega )

Sehr gerne mit großem Grundstück ab 3000 m².

Mit Aussicht auf Flächenzukauf / Pacht direkt dran, oder nahe bei.

Wassernähe. Nähe zur Schule in Depekolk.

 

Bauen

Strukturen sollen möglichst barrierefrei gestaltet werden.

Richtig gut ist es, wenn das Haus kompostierbar ist : )

Neu bauen nur auf schon versiegeltem Boden.

Lehmbau / Kalkanstrich / plastik- und chemikalienfrei / Materialien wiederverwenden / Strohballenbau / lokale, regionale natürliche Materialien

 

Räume

Wir wünschen einen freundlichen Raum für Geburten und Ankommen im Leben. Und einen freundlichen Raum zum Sterben, Trauern und Abschied nehmen. Beide Räume um das Leben zu feiern.

 

Eine große Küche und Platz um mit Vielen zu schnibbeln und zu speisen.

Gemeinsame Raumnutzung, individuelle Wohnraumgestaltung, -einheiten / teilweise FuWo-Strukturen integrieren ?

Gut organisierte Werkstätten und Lagerräume u.A. für Lebensmittel und Haltbarmachung.

 

N A T Ü R L I C H E R E S S O U R C E N

Boden und Garten(bau)

Wir brauchen die Argarwende und mehr Ökolandbau. Wir streben Freikauf von land- (und forst-) wirtschaftlichen Flächen an um sie der Spekulation zu entziehen und dauerhaft ökologischen und sozialen Zielen zu widmen (Ackersyndikat).

 

Wo es uns möglich ist entsiegeln wir Boden. Neubauten und Bauwägen stellen wir nur auf schon versiegelten Boden.

Schön wäre eine sozialökologische kollektive Gärtnerei am Hof.

Hierzu entsteht nach und nach ein weiterer Plan.

Stichworte:

° ein Betrieb bei dem Menschen mitwirken können, die nicht Teil der Lebensgemeinschaft sind

° auskömmliches, nicht ausbeutendes ökologisches wirtschaften

° Dauerkulturen (Stauden, Beerensträucher, Nuss- und Obstbäume)

° indigene Flora zur Unterstützung der Wildtiere mit Nahrung und Unterschlupf

° kein Plastik in der Landschaft

° Heckenpflanzung, Habitate schaffen: Steinhaufen, Totholz, Lehm-, Sand- und Wasserstellen ...

 

Wasser

Wir schätzen das Wasser sehr und wollen wirklich keine krassen Chemikalien (herkömmliche Spül-, Wasch- und Reinigungsmittel, Färbungen, Farben) verwenden / ins Wasser kippen.

 

Wie können wir im Alltag Wasser sparen ?

Z.B. Trockentoiletten / Kompostklos, Brauchwassernutzung, Zisterne, Pflanzenklärbecken

 

Energie

Wie viel Strom- und Wärmeverbrauch ist genug ? Welche Menge ist unnötig zu erzeugen und zu verbrauchen ? Uns liegt daran den individuellen Energiebedarf, als auch den der Gemeinschaft regelmäßig zu reflektieren. Wir brauchen ein Bewusstsein für die Zusammenhänge von Energieerzeugung und -verbrauch und deren Wirkung auf das planetare System. Wie können wir vor Ort unseren Energiebedarf mit einfachen Mitteln (teilweise) decken ?

 

M O B I L I T Ä T

 

inklusive, soziale Verkehrswende

Wir hoffen auf eine Welt ohne Autos und wünschen uns sinnvollen ÖPNV und flotte Fahrradstraßen. Bewusst sind wir auf der Suche nach einen Wohnort, der eine locker schaffbare Distanz zu Bahnstation und ÖPNV bietet.

Wir stellen Mobilitätsgewohnheiten in Frage und fordern Mobilitätszwang aufzulösen. Wir unterstützen das Konzept der „kurzen Wege“. Das bedeutet, dass die Dinge des täglichen Bedarfs (Dorfschule, Einkaufsmöglichkeiten, ärztl. Versorgung, Post, Freizeitangebote ...) im Umkreis zur Verfügung stehen, bzw. erschaffen oder erhalten werden.

 

Wir wollen eine Lastenradstruktur für die Bedarfe der Gemeinschaft aufbauen und uns bedürfnisorientiert ohne Autos organisieren wo es nur geht.

Wir fordern die Wiederinbetriebnahme stillgelegter Bahnstrecken und den Nulltarif für Bus und Bahn. Wir wollen uns für Barrierenabbau in der Mobilität einsetzen – jenseits von Autoverkehr.

 

 

 

A N H A N G

Wir haben anhand des KOMMUJA SELBSTVERSTÄNDNISSES (www.kommuja.de) eine Zusammenfassung von Wertevorstellungen für das Zusammenleben formuliert.

Dieser Text ist fast ganz von Kommuja übernommen und an wenigen Stellen inhaltlich so geändert, dass er uns mehr entspricht. Wir danken dem Kommujanetzwerk für die Inspiration !

 

Mit dem Leben in der Kommune versuchen wir uns unseren Utopien zu nähern. Dabei sehen wir Gemeinschaft als Zweck und Selbstzweck.

Wir sind von libertären, emanzipatorischen, solidarischen und ökologischen Ideen inspiriert.

Wir wollen ein gleichberechtigtes Miteinander, Machtstrukturen lehnen wir ab.

Wir streben strukturelle Gleichberechtigung an, diskriminierende Strukturen sollen aufgedeckt und verändert werden.

Wir bemühen uns um Überschaubarkeit, Transparenz und Nachvollziehbarkeit aller gemeinschaftlichen Vorgänge. Wir entscheiden im Konsensprinzip, um Lösungen zu finden, die von allen getragen werden können.

 

Wichtig ist uns, dass sich die Menschen in der Kommune weiter entwickeln können und eine grundsätzliche Bereitschaft zur Auseinandersetzung, zur Mitteilung und Teilnahme am Gruppengeschehen haben. Die Grundidee unseres Zusammenlebens beinhaltet die direkte Kommunikation, wir wollen Konflikte und Differenzen nicht über Strukturen lösen und wollen achtsam miteinander umgehen.

 

Wir versuchen Kindern einen Raum zu öffnen, in dem sie sich entsprechend ihren Neigungen und Geschwindigkeiten entwickeln und entfalten, und sich eigenständig weitere Bezugspersonen wählen können.

Verschiedene sexuelle Orientierungen und unterschiedlichste Beziehungsformen sind für uns selbstverständlich.

Wir wollen uns vom herrschenden Verrechnungs- und Besitzstandsdenken lösen.

Wir wollen solidarisch wirtschaften, z.B. in dem wir in eine gemeinsame Kasse für alle haben, aus der wir nach persönlichen Bedürfnissen entnehmen. Dabei hinterfragen wir unsere Konsumgewohnheiten und schaffen Zeit und Raum für menschliche Begegnung.

Da Privateigentum von Kapital, Immobilien und Produktionsmitteln zu Machtgefälle und Abhängigkeiten führt, soll unsere Kommune auf Gemeineigentum beruhen.

 

Wir wollen Menschen nicht über Leistung definieren. Wir versuchen uns von fremdbestimmter Arbeit lösen. Wir bevorzugen kollektives und selbstbestimmtes wirken. Wir wollen uns mit anderen Kommunen vernetzen im gegenseitigen Unterstützten, persönlichen Austausch von Wissen, Waren und Arbeit.

Wir wollen positiv verändernd in die Gesellschaft wirken.

Dazu tragen wir bereits in gewissem Maße durch unsere alternative Lebensweise bei. Fernziel sind egalitäre (freiheitliche und gleichberechtigte) Strukturen, die ein emanzipatorisches, solidarisches und ökologisches Leben möglich machen. Wir setzen damit ein Zeichen gegen eine zunehmende Vereinzelung in einer stark auf Konsum, Kauf und Naturzerstörung ausgerichteten Gesellschaft und für ein freundliches Miteinander und Teilen.